In diesem Jahr realisierte man das bis dahin größte Projekt. Die Umsetzung der im Mittelalter spielenden Schauergeschichte "Liebe, Leidenschaft und Gift" setzte neue Maßstäbe in allen Bereichen. Um den umfangreichen, in Reimen geschriebenen Text und die komplexe Handlung optimal präsentieren zu können, begannen die Proben bereits im zeitigen Frühjahr. Es war weiterhin erforderlich, zwei zusätzliche Rollen zu schreiben und einzubauen. Das Stück sollte zweimal an verschiedenen Orten aufgeführt werden. Daher war eine geeignete Bühne nötig. Diese sollte die entsprechende Größe haben und schnell auf- bzw. abbaubar sein. In Zusammenarbeit mit einer regionalen Gerüstbaufirma konnte eine Lösung gefunden werden - die für die Eigenkonstruktion benötigten Teile wurden kostengünstig ausgeliehen. Unvergessen bleiben sicher die ersten Aufbauversuche auf dem Hof bzw.

Bei dem abwechslungsreichen, sich selbst alles andere als Ernst nehmenden Liebesdrama "Liebe, Leidenschaft & Gift" ist der Name Programm, und am Ende, nachdem nach und nach alle Protagonisten das Zeitliche gesegnet haben, philosophiert der Schreiberling mit dem Waffenknecht - die beiden sind übrigens die beiden einzigen Überleben dieses ironischen Melodrams - ganz lapidar über die gute Qualität der eben gesehenen Geschichte: "Fürwahr, ein Drama ganz vom besten Schema, mit Liebe, Eifersucht und Lüge, Entführung, Habgier, Mord und Giftintrige, Voll Spannung, atemlos in- und auswendig, und von den Hauptpersonen bleibt keine lebendig."

Dieses Spiel ist als weihnachtliche Gameshow angelegt. Ein nerviger, arroganter und leicht minderbemittelter Quizmaster nebst trotteliger Assistentin werden nur noch von ihren "außergewöhnlichen" Kandidaten übertroffen. Diese wären: der altkluge Student Knut- Börge, die Hausfrau Uschi Beimer aus Erfurt
und Bert Neureich, ein selbstverliebter Jungmanager. Wie es sich für ein solches Sendeformat gehört, können durch die schnelle Beantwortung
mehr oder weniger intelligenter Fragen "tolle" Preise gewonnen werden. Aufgelockert wird die Sache noch durch denkwürdige Auftritte von Stars der
Schlager- und Volksmusikbranche.