Suizid als Grundlage eines Krippenspieles! Wenn auch zugegebenermaßen recht schockierend, bot dieser Hintergrund die ideale Basis für diese Geschichte über die Bilanz eines gescheiterten Lebens. Eine scheinbar sehr beliebte und erfolgreiche Geschäftsfrau erschießt sich am Weihnachtsabend. In einer Dimension zwischen Leben und Tod muss sie ihre Existenz einer kritischen Prüfung unterziehen. Schon als Kind bekam sie statt Liebe nur materielle Zuwendungen, später wird alles der eigenen Karriere untergeordnet. So zerbrechen Freundschaften und die eigene Beziehung am Egoismus dieser Person. Sie bezahlt mit Vereinsamung und Isolation einen hohen Preis. Die Erkenntnis der Gründe ihres Versagens sowie der ehrlich Wunsch nach einer zweiten Chance ermöglichen ihr am Ende eine Rückkehr ins Leben. Interessantes Detail am Rande: Drei verschiedene Darstellerinnen verkörperten die jeweiligen Alteregos der Hauptfigur.

 

geschrieben von Stefan Vogler, Enrico Münzner und Torsten Wohmann

 
Bisherige Aufführungen:
24.12.1998 - Kirche Witzschdorf