In Tage- und Nächtelanger Kleinarbeit gelang es, einen großen, kalten, sterilen und zweckgebundenen Raum in ein kleines Theater mit Clubatmosphäre zu verwandeln. Diese Arbeitsintensität im schauspielerischen und technischen Bereich brachte den Zusammenhalt der Truppe an seine Grenzen. Der unglaubliche Erfolg mit drei ausverkauften Vorstellungen glättete jedoch schnell die Wogen. Dazu kamen sehr positive Pressekritiken. Ein Auftritt war übrigens für die Teilnehmer eines deutsch- französischen Freundschaftstreffens reserviert. Hierzu mußte das Programmheft eigens ins Französische übersetzt werden. "Basil, die Ratte" zahlte sich noch in anderer Hinsicht aus: Man erhielt vom Freistaat Sachsen durch die Sächsische Jugendstiftung einen Förderpreis der recht hoch dotiert war. Zur Verleihung reiste ein Teil der Laienspieler nach Dresden und spielte dort einen Ausschnitt vor. Erwähnenswert ist noch die Beteiligung am Festumzug zum Ortsjubiläum. Mit "Und vergib uns unsere Schuld" verfaßte man eines der bisher intensivsten Weihnachtsstücke. Hier wurden in recht drastischer Weise Sinnlosigkeit und Grausamkeit des Krieges angeprangert. Das Zuschauer, die noch selbst Kriegserlebnisse hatten, am Ende weinten, sagt viel aus. Inhalt und Umsetzung gaben den bereits über Jahre schwelenden Vorurteilen einiger Unbelehrbarer neue Nahrung. Bei den Leuten, die begriffen worum es ging sorgte das Spiel für Emotionen und Nachdenklichkeit.