Ein Jahr der Superlative und großen Krisen. Im Frühjahr begannen die Vorbereitungen zum bis dahin aufwendigsten Stück- "Basil, die Ratte", basierend auf der berühmten englischen Fernsehserie "Fawlty Towers- Das verrückte Hotel". Die Vorlage mußte zunächst theatergerecht überarbeitet werden. Der Bühnenaufbau stellte die Gruppe vor neue Herausforderungen, spielte die Handlung doch parallel in verschiedenen Räumen. Nicht zuletzt sei der umfangreiche Text erwähnt- ein Glanzstück britischen Humors. Aufführungsort sollte ein Lagerraum im Gewerbepark W. I. T. Witzschdorf sein. Anlaß gab die 600- Jahrfeier des Ortes.

Willkommen in Torquay/Südengland, einem Ort, an dem es dem weltoffenen und unternehmungslustigen Pauschaltouristen an nichts mangelt, schon gar nicht an exquisiten Hotels, die neben Service der Extraklasse noch mit kulinarisch hochwertiger Gastronomie aufwarten, kurz gesagt, willkommen im Fawlty Towers. Wen mag es da, angesichts solcher Möglichkeiten stören, dass der Chef des Hotels, Mr. Basil Fawlty ein cholerischer Zyniker ist, der außer seiner tyrannischen Frau Sybil Fawlty wirklich nichts Respekt zollt. Oder dass der spanische Kellner Manuel, der kaum ein Wort der Landessprache beherrscht, sich lieber der Pflege einer Ratte namens Basil annimmt, die ihm als "sibirischer Hamster" verkauft wurde, anstatt seinen Pflichten im Hotel nachzukommen.

Dieses wohl emotionalste Stück in der Geschichte der Christnachtsfeiern setzt sich mit dem Trauma des Krieges auseinander.
Ein Trupp hoffnungslos eingeschlossener Soldaten verschanzen sich am Weihnachtsabend in einer zerstörten Kirche. Die Charaktere dieser Menschen könnten unterschiedlicher nicht sein. Da ist der typische Millitarist- er sieht den Kampf als Lebensinhalt und fühlt sich in seinem Element. Ihm gegenüber stehen ein von Schuldgefühlen gequälter Christ sowie ein Mann, der seinen Glauben irgendwann verloren hat. Ergänzt wird die Gruppe von zwei Schwerverletzten, der Erste körperlich ein Zweiter am Verstand.