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Diesseits von Afrika Theaterstück zu den "Afrikatagen" im Botanischen Garten Chemnitz am 31.05. und 01.06.2008 geschrieben von Nils und Torsten Wohmann Nah und doch so fern - dieser Ausspruch bringt wahrscheinlich am Besten das Verhältnis der meisten Europäer zu unserem gar nicht so weit entfernten Nachbarkontinent auf den Punkt. Leicht sind da die Augen vor gravierenden humanitären, wirtschaftlichen und ökologischen Missständen zu verschließen. Das Stück soll ein wenig aufrütteln und deutlich machen, dass unser Wohlstand auch auf der Ausbeutung der so genannten "Dritten Welt" beruht. Jeder kann durch sein Verhalten dazu beitragen, Elend einzudämmen. Die Handlung stellt die Probleme Afrikas dem Alltag einer deutschen Durchschnittsfamilie gegenüber. Dabei werden jeweils beide Perspektiven szenisch dargestellt Vom Enkelkind bis zur Oma kommen alle an einem ganz normalen Tag in Berührung mit dieser Problematik, sei es in der Schule, im Supermarkt, an der Tankstelle oder bei einer Spendenaktion. Schnell wird deutlich, wie das Konsumverhalten in den reichen Ländern die Lebensumstände der Afrikaner beeinflusst. Als Beispiele dienen die Themen Kaffee und Biosprit. Aber auch der Sklavenhandel, Globalisierungsprobleme, Korruption, Aids, Waffenhandel und Bürgerkriege kommen zur Sprache. Der ironisch-satirische Erzählstil steht im Gegensatz zum oft traurigen Inhalt und dessen Untermalung mit knallharten Fakten. Er ist in diesem Fall aber auch ein Ausdrucksmittel für die uns eigene ignorante Einstellung zu Realitäten außerhalb unseres Tellerrandes. Dass "Diesseits von Afrika" dennoch den richtigen Ton traf, bewies die überwiegend positive Resonanz gerade von direkt betroffenen Zuschauern aus Äthiopien und Vertretern diverser Hilfsvereine. Bisherige Aufführung: 31.05. & 01.06.2008 - Botanischen Garten Chemnitz FOTOS [«] Menü |