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11. Christnachtsfeier - "Ausgespielt?" geschrieben von Nils und Torsten Wohmann Existentielle Fragen konfrontieren die Zuschauer im neuesten Werk der Laienspielgruppe. Wie selbstverständlich ist beispielsweise unser vergleichsweise hoher Lebensstandard und empfinden wir überhaupt noch Dankbarkeit dafür? Wie oft regt man sich in unserem Kulturkreis über kleinste Abstriche am Wohlstand auf, während in anderen Regionen der Erde die Menschen nicht einmal genug zu essen haben! Was wäre, wenn wir in unserer Dekadenz und Überheblichkeit plötzlich auf das Niveau der so genannten "Dritten Welt" zurückgeschleudert würden? Wie steht es dann mit dem Überleben? Kann der Glaube Ausweg und Basis für einen sinnvollen Neuanfang sein? Am Beispiel dreier Paare aus verschiedenen gesellschaftlichen Schichten, die sich nach einer nicht näher bezeichneten apokalyptischen Katastrophe aller vorherigen Statusunterschiede entledigt gemeinsam durch die Reste der Zivilisation schlagen müssen, versuchen die Autoren Antworten aufzuzeigen. Ein paralleler Handlungsstrang, der ein Brettspiel darstellt macht die Verantwortung jedes Einzelnen für seinen Nächsten deutlich. Die Spielfiguren stehen für die Hauptpersonen des Stückes, die Spieler haben deren Schicksal in ihrer Hand. Sie müssen abwägen zwischen, Gier, Furcht, Hoffnung, Kooperation, Misstrauen, Mitgefühl und Egoismus. Jeder Zug hat seine Konsequenzen und nicht alle werden das Ziel erreichen. Doch wie in jedem Spiel kann man aus seinen Fehlern lernen und wieder neu beginnen. Ob alle Beteiligten diese Erkenntnis über den Rand des Spielbrettes hinaus wirklich verinnerlicht haben bleibt offen, am Ende wird jedoch deutlich, dass das reale Leben uns in dieser Beziehung immer wieder herausfordern wird.
Bisherige Aufführung: 24.12.2005 - Kirche Witzschdorf Presseartikel - Freie Presse 27.12.2005 [«] Menü |