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5. Christnachtsfeier - "Und vergib uns unsere Schuld"
geschrieben von Enrico Münzner, Nils und Torsten Wohmann


Dieses wohl emotionalste Stück in der Geschichte der Christnachtsfeiern setzt sich mit dem Trauma des Krieges auseinander.
Ein Trupp hoffnungslos eingeschlossener Soldaten verschanzen sich am Weihnachtsabend in einer zerstörten Kirche. Die Charaktere dieser Menschen könnten unterschiedlicher nicht sein. Da ist der typische Millitarist- er sieht den Kampf als Lebensinhalt und fühlt sich in seinem Element. Ihm gegenüber stehen ein von Schuldgefühlen gequälter Christ sowie ein Mann, der seinen Glauben irgendwann verloren hat. Ergänzt wird die Gruppe von zwei Schwerverletzten, der Erste körperlich ein Zweiter am Verstand. Unterbrochen von diversen Kampfhandlungen reflektieren die Protagonisten über ihre Situation. Selbstverständlich spielt der weihnachtliche Hintergrund bei solchen Betrachtungen eine wichtige Rolle. Der Zweifler findet langsam zu Gott zurück, aber auch er stirbt am Ende wie alle anderen im Kugelhagel der Feinde.
Ziel der Autoren war es, sowohl Grausamkeit und Sinnlosigkeit des Krieges als auch die Eigenverantwortlichkeit der Menschheit für derartige Auswüchse darzustellen. Kurze Einblendungen von Bild- und Tondokumenten über die großen Kriege des 20. Jahrhunderts in den Umbaupausen sollten diese Aussage verstärken.


Bisherige Aufführung:
24.12.1999 - Kirche Witzschdorf

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