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Projekte

"Liebe, Leidenschaft & Gift"

Bei dem abwechslungsreichen, sich selbst alles andere als Ernst nehmenden Liebesdrama "Liebe, Leidenschaft & Gift" ist der Name Programm, und am Ende, nachdem nach und nach alle Protagonisten das Zeitliche gesegnet haben, philosophiert der Schreiberling mit dem Waffenknecht - die beiden sind übrigens die beiden einzigen Überleben dieses ironischen Melodrams - ganz lapidar über die gute Qualität der eben gesehenen Geschichte: "Fürwahr, ein Drama ganz vom besten Schema, mit Liebe, Eifersucht und Lüge, Entführung, Habgier, Mord und Giftintrige, Voll Spannung, atemlos in- und auswendig, und von den Hauptpersonen bleibt keine lebendig."
Schon dieses kurze Zitat spiegelt den Charakter des Stückes wider, in dem das Schicksal von Ritter Albert und seiner geliebten Adelheid im Mittelpunkt steht, denn diese Liebe steht unter einem schlechten Stern, denn nicht genug, dass Adelheidens Vater, der Ritter Hugo von Hocheck, alles andere als glücklich über Albert als Schwiegersohn wäre, darüber hinaus intrigiert auch noch Kunigunde, die ihrerseits schwer in Albert verliebt ist, gegen das Liebesglück ihrer Cousine. Als Ritter Hugo nun Adelheid ein Hochzeitsultimatum mit einem unbekannten, jedoch schwerreichen Ritter setzt, ergreift das von Leidenschaft beflügelte Paar die Flucht und vereinbart sich für Mitternacht an der alten Ruine einen Treffpunkt. Diesen Plan durchkreuzt Kunigunde, die das Gespräch der beiden Turteltäubchen belauscht hat und sich nun kurzerhand dem ob des plötzlichen Verschwindens seiner Tochter Adelheid in Schwierigkeiten geratenen Ritters Hugo als "Ersatzbraut" für den herannahenden Schweigersohn in spe zur Verfügung stellt. Dieser spielt allerdings auch mit gezinkten Karten und gibt sich nach kurzer Debatte als Raubritter Hadubrand zu erkennen, der mit geschärftem Schwerte seinem Ärger über das verschwinden seiner Braut Adelheid Luft macht. Kunigunde führt ihn zum Versteck der alten Ruine, wo das Unheil nun weiter seinen Lauf nimmt, den Hadubrand schnappt sich Adelheid, und Kunigunde versucht, Albert um den Finger zu wickeln, doch der hat nur seine Holde im Sinn und lässt sie zurück, worauf das (für eine alte Ruine schon fast obligate) Gespenst den Rest erledigt.
Das große Finale des Stückes findet in der Burg des Raubritters statt, dem Ort, an dem Albert, zur angeblichen Freundschaftsbekundung von Haubrand eingeladen, endlich seine geliebte Adelheid wiedersieht. Jeder der drei besinnt sich nun auf seine alchimistischen Kenntnisse und greift zu einer eleganten Variante, den ungeliebten Widersache ins Jenseits zu befördern, nämlich einem tödlich wirksamen Gift. Doch unglücklicherweise werden die Becher mit dem "präparierten" Wein vertauscht, so dass die Geschichte ihr unausweichliches Ende nimmt.

Mit diesem Stück wurde erstmalig in der Geschichte der Theatergruppe ein größeres Projekt angepackt, zum ersten Mal war es nötig, einer größere Bühne zu konstruieren sowie Bühnenbilder für die einzelnen Szenenorte zu gestalten. Ebenso wurden erstmalig in größerem Stile Kostüme und Requisiten in mittelalterlichem Stil hergestellt und benutzt. Der Text in seiner Urfassung wurde im Vorfeld überarbeitet und durch eine zweite Handlung ergänzt, in der zwei Hofnarren jeweils zwischen den Szenen auftraten und in einer ironischen Zusammenfassung das Geschehene für den Zuschauer kommentierten, ebenso wurden dadurch die Umräumpausen überbrückt. Das Stück wurde mehrmals in einer jeweils leicht veränderten Besetzung aufgeführt und war jeweils ein Erfolg, bestätigt durch die unmittelbare Zuschauerresonanz sowie die positiven Pressestimmen.


Bisherige Aufführungen:
08.09.1996 - auf dem Witzschdorfer Schulhof
03.10.1996 - anläßlich der Festwoche zum Schuljubiläum in Dittmannsdorf
28./29.09.2002 - in der Kultur- und Sporthalle Dittmannsdorf


FOTOS
Presseartikel zur Aufführung 2002 (.pdf)
Programmheft zur Aufführung 2002 (.pdf)

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