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"Ein Sommernachtstraum"
von William Shakespeare in einer Bearbeitung von Axel Plogstedt

Es war einmal im antiken Griechenland. Da lebte der alte Egeus mit seiner wunderschönen Tochter Hermia. Jene verliebte sich unsterblich in Lysander. Dieser Umstand verärgerte ihren Vater sehr, war sein Kind doch schon längst Demetrius versprochen. Glücklicherweise regierte zu jener Zeit ein sehr weiser Herzog namens Theseus. Der hatte gerade die Amazonenkönigin Hippolyta im Kampf besiegt und spontan beschlossen, seine Kriegsbeute zur Frau zu nehmen. Was lag für Egeus näher, als die gute Stimmung im Palast für die Lösung des Familienkonfliktes zu nutzen. Leider entsprach das Gesetz ganz und gar nicht dem Willen Hermias. Sollte sie doch entweder Demetrius heiraten, ins Kloster gehen oder sterben. Immerhin gönnte ihr der Fürst noch einen Tag Bedenkzeit.
Den Liebenden blieb nur die Flucht. Und sicher wäre alles gut gegangen, gäbe es da nicht noch Helena, die ehemalige Geliebte von Demetrius. Sie hatte die Trennung nie überwinden können und war zu allem bereit, was ihr die Gunst des Angebeteten zurückbringen könnte. Als das verbitterte Mädchen von den Plänen des Paares erfuhr, verriet sie es Demetrius. So machten sich schließlich vier junge Leute an jenem Abend auf den Weg durch den geheimnisvollen Wald, der ihre Heimatstadt umgab, freilich konnten ihre Absichten nicht unterschiedlicher sein.
Nun begab es sich aber, dass eine Handwerkertruppe just zu dieser Stunde ein Theaterstück für die Hochzeit von Theseus und Hippolyta an einem geheimen Platz im Walde einstudieren wollte.
Keiner dieser unwissenden Menschen konnte ahnen, dass sich unter den Wipfeln der uralten Bäume in jeder Nacht die Geisterwelt ein Stelldichein gab. Ihre Herrscher Oberon und Titania lagen gerade in einem heftigen Streit. Ein Kind aus Indien, dem Titania ihre ganze Zeit widmete, erregte die Eifersucht des Elfenkönigs. Um seine Gemahlin zu bestrafen schickte er Puck, einen treuen und zu allerlei Schabernack aufgelegten Diener, nach einer Zauberblume aus. Deren Saft, im Schlaf auf das Auge getröpfelt bewirkt, dass man beim Erwachen ins erstgesehene Lebewesen verliebt ist. Nun nahm das Chaos seinen Lauf. Natürlich kam nicht nur die Feenkönigin in den Genuss dieser Droge und verliebte sich einen der Handwerker, den Puck aus blankem Übermut in einen Esel verwandelte, auch unter den jungen Liebespaaren verursachte das Bestreben Oberons, mittels dieser Pflanze ordnend eingreifen zu wollen eine große Verwirrung.
Würde es gelingen diese Fallstricke des Schicksals zu lösen? Kommt zusammen, was zusammen gehört und werden alle glücklich bis an ihr Ende leben? Natürlich fügt sich das Ganze zu einem glücklichen Happyend und die legendär komische Aufführung der Handwerkertruppe anlässlich der Hochzeitszeremonien nimmt ihren chaotischen Lauf.
Die Umsetzung dieses Klassikers war in vielerlei Hinsicht sicher das bisher anspruchsvollste Projekt der Gruppe. Nicht nur der schwierige und umfangreiche Text, sondern auch die aufwändigen Kostüme und Bühnenbilder stellten eine Herausforderung dar. Man wollte den märchenhaften Charakter des Stückes besonders hervorheben, das gelang nicht zuletzt auch wegen des ausgewogenen Einsatzes der neuen Lichttechnik und einer harmonischen Musikauswahl. Als Beleg dafür steht die überragende Zuschauerresonanz, welche alle Erwartungen übertraf.



Bisherige Aufführungen:
20./ 21. & 26./ 27./ 28. Oktober 2007 - in der Kultur- und Sporthalle Dittmannsdorf

FOTOS

Presseartikel "Klassiker sorgt für großen Erfolg"  Freie Presse 30.10.2007

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